Für das „P“ habe ich wieder man ganz tief in meinen Spieleschrank gegriffen und Phantasmagoria 2 – Das Labor des Grauens von 1996 rausgefischt. Die Schachtel (ja, Schachtel) war schon etwas eingestaubt. Keine Ahnung, warum ich die noch aufgehoben habe. Ein Anflug von Nostalgie, schätze ich. Ich öffne also mal die Schachtel und hole 5 CDs raus (DVDs waren noch nicht erfunden). Dann blättere ich durch das beigelegte Heftchen und denke: Ich habe das Spiel zwar gespielt, leide hier aber an fast völliger Amnesie was den Inhalt angeht …

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Kurzer Blick auf die Systemvoraussetzungen: Windows 95 oder DOS 5 … alles klar? … und ein Quadspeed CD-ROM-Laufwerk … puh, wenn das mal keine harten Anforderungen waren. Auch die sonstigen Voraussetzungen (SVGA mit 256 Farben, Maus, 12 MB RAM …) lassen heute nur müde lächeln. Umso erstaunlicher, was die Entwickler damals aus den begrenzten Möglichkeiten rausgequetscht haben.

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Phantasmagoria 2 – Das Labor des Grauens ist eigentlich ein Horror-Adventure im Gewand eines interaktiven Films. Man steuerte den Protagonisten wie einen echten Schauspieler durch die Spielhandlung. Das war damals ein ganz neuer Ansatz.

Die Story ist schnell erzählt:

Wir finden und in der Rolle des Curtis Craig wieder, der kürzlich aus der Psychiatrie entlassen wurde. Sonst wissen wir zunächst nicht über ihn und fangen an, die nähere Umgebung zu erkunden. Wir erfahren, dass sich seine Mutter erhängt hat als er sechs Jahre alt war und er sich dafür die Schuld gibt. Trotz gutem Job, netter Freundin und schönem Appartement, scheint irgendetwas nicht zu stimmen.

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Curtis bekommt Visionen und Wahnvorstellungen, ist sich aber nicht sicher, ob er wieder den Verstand verliert wird oder vielleicht etwas ganz anderes dahintersteckt. Jetzt geht es darum dieses Rätsel zu lösen. Wir erkunden also die Umgebung, lösen kleine Aufgaben und haben immer wieder Horror-Visionen.

Spiel oder Film?

Leider kann ich mich an das Gameplay kaum noch erinnern, nur dass es eine völlig neue Erfahrung war, quasi einen richtigen Menschen durch die Locations zu steuern. Die Rätsel, die man lösen musste, waren nicht besonders kompliziert und jeder halbwegs begabte Adventurespieler hatte da wohl keine Probleme damit.

Die Visionen, die natürlich auch wie in einem guten Horrorfilm dargestellt waren, haben mich manchmal vom Stuhl aufhüpfen lassen, aber wirklich nur manchmal. Die Darstellungen waren eher ekelig als richtige Schocker.

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Ich kann mich erinnern dass das Spiel zwei Ausprägungen hatte und man wählen konnte, ob man nur gruselig oder ganz gruselig (oder so ähnlich) spielen wollte. Ich wollte mich natürlich „ganz gruseln“. Mir ist das Spiel eigentlich aber nur wegen des außergewöhnlichen Settings mit echten Schauspielern im Gedächtnis geblieben.

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Ich würde das Spiel gerne heute noch einmal spielen nur um zu sehen, wie es sich jetzt anfühlt, befürchte aber, dass mein PC nur verächtlich die Nase rümpfen würde. Aber vielleicht wäre es mal einen Versuch wert.

Bei Ebay kann man das Spiel übrigens auch noch kaufen. Das Spiel wird da für 40 bis 50 EUR (für ein Win 95/DOS-Spiel !!!) von mehreren Verkäufern angeboten. Erstaunlich!

Erstellt für das Blogprojekt 26 Games von arrcade.

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