Ich liebe kleine mechanische Herausforderungen und könnte stundenlang zusehen, wie sich Zahnrädchen bewegen und kleine Dinge und Apparaturen in Gang setzen. Deshalb habe ich auch gerne Syberia gespielt, um die ganzen Automaten auszuprobieren. Leider hat sich das Spiel später zu meinem Leidwesen als Laufsimulator entpuppt …

Vor einiger Zeit habe ich mir deshalb The Room geholt, in der Hoffnung, hier nicht laufen zu müssen, sondern mich ganz auf das Rätseln konzentrieren zu können. Dieses Wochenende habe ich mir das Spielchen dann einmal vorgenommen und wurde nicht enttäuscht.

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Ich bekomme als erstes einen Safe vorgesetzt und beginne ihn zu untersuchen. Dabei kann ich ihn nach allen Richtungen drehen und bei einigen Details näher heranzoomen. Ich drehe an kleinen Rädchen, öffne ein Kästchen, untersuche gefundene Gegenstände auf ihre Eigenschaften und tauche in eine Welt faszinierender und ausgeklügelter Apparaturen ein. Kurze Zeit später erhalte ich durch meine Bemühungen ein Okular, mit dem sich später weitere verborgene Hinweise entdecken lassen.

Hier einen Schalter umlegen, da eine geheimnisvolle Kiste mit einem Schlüssel öffnen, kleine Mechanismen in Gang setzen, die wieder neue Rätsel vor mir aufbauen, das Spiel hat mich innerhalb von Minuten in seinen Bann gezogen. Obwohl es ursprünglich für iOS und Android konzipiert wurde, lässt es sich auf dem PC einwandfrei mit der Maus steuern. Die Grafik ist traumhaft schön und detailreich und fast schon ein Kunstwerk. Die sphärische Hintergrundmusik unterstreicht zudem schön die mystische Atmosphäre von The Room.

Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist weder zu leicht, noch zu schwer. Für mich sind sie gerade so, dass ich auch kompliziertere Stellen nach einigem Probieren herausbekomme, ohne dass mein Frustlevel überschritten wird. Kommt man gar nicht weiter, kann man die angebotene Hilfefunktion in Anspruch nehmen. Hier bekommt man aber nur indirekte Hinweise, was ich sehr gut finde.

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Leider ist das Spiel relativ kurz. Nach knapp zwei Stunden schaute ich überrascht auf die Meldung, dass ich nun alle Rätsel gelöst hätte. Schade, ich hätte mich gerne noch weiteren kleinen, mechanischen Herausforderungen gestellt. Aber dafür gibt es ja The Room Two, das nun sofort auf meinen Wunschzettel gewandert ist.

Ich kann The Room nur allen Rätselfreunden, die sich gerne an logischen Rätseln austoben möchten, ans Herz legen. Mit diesem Spiel kann man in dieser Richtung definitiv nichts falsch machen. Die wunderschöne Grafik und der atmosphärische Soundtrack runden das Spielerlebnis ab und machen The Room zu einem kleinen Kunstwerk. Da macht es auch nichts, dass das Spiel schon ein paar Jahre alt ist. Deshalb mein Tipp: Unbedingt spielen!!

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  1. […] ein paar Tagen habe ich ja über The Room berichtet, das ich auf dem PC gespielt habe. Weil mir die Rätselei hier zu schnell vorbei war, […]

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