Wurmlöcher selbst erzeugen, sich von Traktorstrahlen über Hindernisse bugsieren lassen, über ein Beschleunigungsgel laufen und dabei eine atemberaubende Geschwindigkeit erreichen … wer hat von sowas nicht schon mal geträumt. Und genau das und noch viel mehr sind die Elemente, mit denen wir in Portal 2 spielen können.

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Über Portal 2 ist schon so viel geschrieben worden, dass ich hier nicht jedes Detail ausquetschen will, sondern nur, was mir besonders aufgefallen ist.

In Portal 2 spielen wir in der Egoperspektive, können laufen, springen oder mit Gegenständen interagieren. Gesteuert wird, je nach Geschmack, mit dem Controller oder mit Maus und Tastatur. Ich habe beides ausprobiert und für gut befunden. Da es hier meist auch nicht auf Schnelligkeit ankommt, kann wirklich jeder wählen, was ihm besser liegt.

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Es gibt sowohl einen Einzelspieler- als auch einen Koop-Modus, wobei ich aber bis jetzt nur den Einzelspieler-Teil gespielt habe. In beiden Modi ist es das Ziel, eine Reihe von Testräumen mit Hindernissen, oder auch schon mal schießenden Gegnern, zu durchqueren. Hier ist dann logisches Denkvermögen gefragt: Wo setze ich die Portale, welche Schalter muss ich wann betätigen, welches Gel muss ich wo platzieren …

Die Gele sind übrigens eine tolle Idee. Davon gibt es drei verschiedenen Arten. Ein weißes Gel, das es ermöglicht, Portale an Oberflächen zu setzen, die dafür eigentlich nicht geeignet sind, ein blaues Gel, mit dem wir superweite Sprünge ausführen können, und ein rotes Beschleunigungsgel. Die Gele können natürlich durch Portale oder Traktorstahlen geschickt werden. Sehr praktisch!

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Wird ein neues Element eingeführt, gibt es meist erst mal einen einfachen Testraum, in dem wir die Eigenschaften erproben können. Das finde ich gut gelöst, denn teilweise ist in den späteren Leveln längeres Nachdenken gefragt und es wäre etwas doof, wenn man da nicht schon alle Möglichkeiten zumindest im Ansatz kennen würde, die einem zur Verfügung stehen. Ihr seht schon, Portal 2 ist kein Spiel für Ungeduldige, aber wenn man dann einen Raum durchquert hat, an dem man fast verzweifelt ist, ist die Freude über das Erfolgserlebnis so groß, dass jeder Frust sofort vergessen ist.

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Auch schön: Das Spiel speichert selbständig an gut gewählten Checkpoints, man hat aber die Möglichkeit, zwischendurch auch selbst zu speichern. Das ist ein Feature für Angsthasen wie mich, die immer befürchten beim nächsten Schritt in den Abgrund zu fallen, was mir peinlicherweise trotzdem oft genug gelungen ist …

Ich spiele normalerweise keine Puzzlespiele, da ich diese oft sehr frustrierend finde oder sie mir mit der Zeit langweilig werden. Nachdem Portal 2 aber so hoch gelobt wurde, habe ich hier einmal eine Ausnahme gemacht und ich war wirklich positiv überrascht. Das Spiel hat es wirklich geschafft, bis zum Ende die Spannung und die Neugier auf die nächsten Testräume hochzuhalten.

Auch der Humor kam nicht zu kurz, den man in einem Puzzlespiel ja nicht unbedingt erwarten würde. Ein kleines Goodie, das die ganze Atmosphäre noch ein wenig liebenswerter macht.

Was ich auch noch nicht ausprobiert habe, sind die Testräume, die von der Community erstellt wurden. Portal 2 enthält nämlich einen Level-Editor, mit dem man offensichtlich eigene Räume erstellen kann. Hört sich auf jeden Fall lustig an!

Meine Empfehlung daher: Unbedingt spielen!

Das Spiel gibt es für knapp 20 EUR auf Steam und beschert Euch ca. 10 bis 15 Stunden Spielspaß.

1 Antwort

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  1. […] ist schon einige Zeit her, dass ich das Spiel gespielt habe (hier mein Review), aber als ich es jetzt kurz wieder gestartet habe um die Screenshots zu machen, hat es mich gleich […]

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