Bei meinem letzten Spiele-Kaufrausch in einem großen Elektronikfachhandel habe ich mir Metro Last Light mitgenommen. Ich hatte vorher noch relativ wenig Infos zu dem Spiel, hatte aber gehört, dass es wohl auch einige Stealthmöglichkeiten haben soll.  Also rauf damit auf die Festplatte.

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Schon nach den ersten 30 Minuten hat mich meine sonst so zuverlässige Grafikkarte im Stich gelassen. Das Bild ruckelt bis zur Unkenntlichkeit, ein vernünftiges Weiterspielen war nicht möglich. Die Ursache war aber schnell gefunden. Die Entwickler haben sich wohl mit den Grafikspielereien selbst übertroffen. Ein neues System zur Kantenglättung (Tesselation), hochauflösende Schatten oder großartige PhysX-Effekte bieten uns zwar realistische Texturen und Umgebungseffekte wie z.B. bei Rauch oder Explosionen, treiben aber auch den Performancebedarf der Grafikkarte in schwindelnde Höhe. Ich habe also ein wenig mir den Einstellungen gespielt. Zum Schluss hat es aber ausgereicht, die PhysX-Effekte auszuschalten um problemlos weiterzuspielen.

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Jetzt aber zum Spiel selbst. Ich habe ja die Vorgänger nicht gespielt, aber die Story soll wohl nahtlos an Metro 2033 anknüpfen. Wir befinden uns in einer apokalyptischen, wohl von atomaren Kriegen zerstörten Welt. Die Oberfläche der Erde ist unbewohnbar und auch nur mit Gasmaske zu betreten. Dafür haben sich hier jede Menge mutierter Kreaturen entwickelt, die es zu meiden gilt.  Wir spielen Artjom, der wie eine Vielzahl von Überlebenden im Untergrund in den U-Bahnschächten der Moskauer Metro lebt. Artjom kann irgendwie mit einer speziellen Art Mutanten, den “Schwarzen”, kommunizieren. Diese galten als ausgerottet, aber offensichtlich gibt es noch ein überlebendes Exemplar, das wir nun finden sollen.
Parallel dazu bahnt sich ein Krieg zwischen rivalisierenden Gruppierungen in den U-Bahn-Tunneln an. Wir streifen also durch die Tunnel, die verschiedenen Bahnhöfe und auch teilweise durch Szenarien an der Oberfläche, um die Hintergründe aufzuklären.

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Der Spielverlauf bzw. das Spielende wird wohl ähnlich wie bei Dishonored durch unsere Taten beeinflusst. Lassen wir jemanden leben, der sich schon ergeben hat, oder schleichen unerkannt durch einen Level ohne jemanden zu töten, dann erhöht das unsere Moral. Es ist wohl möglich, das Spiel zu beenden ohne einen Menschen zu töten und das versuche ich auch. Gegner lassen sich k.o. schlagen und so ins Land der Träume schicken. Das ist teilweise auch notwendig um so an Munition oder Filter für die Gasmaske zu kommen.

Die Umgebung, obwohl düster und teilweise total ekelig, ist wirklich einzigartig gestaltet und unterstreicht den Endzeitcharakter des Spiels optimal. Um die richtige Stimmung zu erzeugen, mache ich im Zimmer auch noch das List aus … Gänsehaut garantiert.

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Und hier habe ich ein paar “Anfängertipps” zusammengestellt:

  • Hat man sich mal verlaufen, dann zeigt der Kompass im Notizbuch oder auch die Flamme des Feuerzeugs in die Richtung, in der es weitergeht. Den Weg muss man allerdings selbst finden. Rote Flaggen sollen auch gute Hinweise sein, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.Mit dem Feuerzeug lassen sich übrigens auch gut Spinnweben verbrennen. Manchmal finden sich dahinter brauchbare Gegenstände oder Gänge.
  • Es empfiehlt sich, wie teilweise in anderen Schleichspielen auch, eine schallgedämpfte Pistole mitzuschleppen, um bei Bedarf unerreichbare Lampen ausschießen zu können. Bei den meisten Lampen kann man aber einfach die Birne rausdrehen oder sie ausblasen.
  • Für Kreaturen, die einem an den Kragen wollen, hat sich eine Schrotflinte als effektiv erwiesen. Dabei gibt es aber auch Unterschiede. Hier empfehle ich eine doppelläufige Waffe, da man dann wenigsten zwei Schüsse abgeben kann, bevor man nachladen muss.
  • Es lohnt sich, die Umgebung genau abzusuchen (auch Schächte im Boden). Es finden sich immer wieder Waffen, Munition oder Gasmaskenfilter.

Ok, jetzt stürze ich mich wieder in den Untergrund und funzele mich mit meinem Feuerzeug durch die Gegend…

 

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