Es ist erst ein paar Monate her, dass ich Metro 2033 gespielt habe und ich fand das Setting und die Idee einfach einmalig. Aber das Spiel war an ein paar Stellen schon ziemlich herausfordernd, wenn nicht sogar frustrierend. Bei einigen nervigen Passagen bin ich gefühlt 100 Mal gestorben und habe mir dann den Schweiß von der Stirn gewischt, als ich mich endlich hinter einer rettenden Tür verdrücken konnte oder alle schieß- oder beißwütigen Gegner am Boden lagen. Ich habe deshalb es immer vor mir hergeschoben, das Spiel nochmal anzuwerfen.

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Trotzdem hatte ich das immer noch auf meiner To-Play-Liste, denn in Metro 2033 kann ich ja zwei verschiedene Enden erreichen, je nachdem, wie „moralisch“ ich mich verhalte. Ich hatte beim ersten Durchgang leider das schlechte Ende erwischt (wohl zu viel rumgeballert) und wollte mich deshalb irgendwann erneut den Herausforderungen von Metro 2033 stellen. Und da wurde angekündigt, dass beide Teile von Metro nun völlig überarbeitet unter dem Namen Metro Redux neu aufgelegt werden. Nach einigem Überlegen und Empfehlungen, habe ich mir dann Metro 2033 Redux gekauft. Für Besitzer der „alten“ Version gibt es dabei 50% Rabatt.

Nun bin ich etwa durch die Hälfte des Spiels durch und habe Euch aus meiner persönlichen Spielersicht zusammengestellt, was mir bis jetzt aufgefallen ist.

Knackigere Grafik und mehr Details

Ich habe extra das „alte“ Metro 2033 noch einmal angeworfen, um einen direkten Vergleich zur Grafik zu haben. Die Texturen sind jetzt wirklich schärfer und detailreicher, aber auch die Ausstattung der verschiedenen Schauplätze und Figuren hat zugenommen. In den ruinenartigen Gebäuden liegen nun mehr Geröll, gruselige Überreste und viele neue Gegenstände herum und wo NPCs vielleicht nur einfache Uniformen getragen haben, sind jetzt z.B. mehrere Patronengurte oder zusätzliche Ledergürtel sichtbar. Das hat jetzt nicht wirklich Einfluss auf das Spielgeschehen, ist aber für’s Auge erfrischend und zeitgemäß.

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Ich habe auch das Gefühl, dass nun mehr mit eindrucksvollen Umwelteffekten gearbeitet wird. Rauch, Feuer, Nebel oder auch Laserpointer von Gewehren sind wesentlich realistischer dargestellt und diese Effekte werden nun auch häufiger eingesetzt, war die ohnehin schon einmalig apokalyptische Atmosphäre noch weiter unterstützt.

Leisere Vorgehensweise

Lautlose Waffen sind in der ganzen Metro-Reihe Mangelware und wenn ich mir in Metro 2033 nicht irgendwie die Helsing (dieses „Pfeilgewehrdings“) organisiert hatte, blieb mir nur eine sehr begrenzte Anzahl von Wurfmessern für eine unauffällige und leise Vorgehensweise. Die Wurfmesser konnte ich zwar wieder einsammeln, das war mir aber nicht immer möglich, weil mein Opfer vielleicht auf der anderen Seite einer Schlucht das Zeitliche gesegnet hat. Letztendlich musste ich dann doch oft auf Schrotflinte oder MG zurückgreifen und dann kamen meist 20 zusätzliche Gegner aufgeschreckt aus dem Gebüsch gesprungen.

In Metro 2033 Redux habe ich aber jetzt die Möglichkeit, mich an einen Feind lautlos anzuschleichen und ihn durch einen beherzten Schlag ins Land der Träume zu versetzen. Dieses Feature wurde von Metro: Last Light übernommen, was mir besonders gut gefällt, denn das habe ich in der ursprünglichen Version von Metro 2033 schmerzlich vermisst.

Neue Wege und neue Möglichkeiten

Im Großen und Ganzen sind die verlotterten Stationen, die schummerigen Tunnel und die ruinenartigen Gebäude der einzelnen Kapitel gleich geblieben, doch hier und da bieten sich mir jetzt alternative Wege um den rumlungernden Feinden aus dem Weg zu gehen. So gibt es hier mal einen parallelen Gang oder dort mal eine neue Spalte im Boden, in der ich mich verstecken kann. Aber diese neuen Gelegenheiten wollen auch erst einmal entdeckt werden und das heißt für mich trotz bekannter Schauplätze ist hier wieder mein Forscherdrang gefragt.

Die Tagebücher sind übrigens jetzt auch an anderen Stellen versteckt, weswegen es sich sowieso lohnt, hier und da mal einen Blick in abseits gelegene Gebiete zu werfen.

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Zusätzliche Herausforderungen

Ich war zuerst skeptisch, ob Metro 2033 Redux nicht nur ein grafisch aufgepepptes Metro 2033 geworden ist. Aber die Entwickler haben sich doch einiges einfallen lassen, um auch diese überarbeitete Fassung für mich spannend und neu zu gestalten. Neben den oben schon erwähnten Umgebungsänderungen, gibt es gefühlt z.B. wesentlich mehr Sprengfallen, sie in mir ein williges Opfer finden, und auch andere völlig neue Gefahren.

Um das Ganze noch etwas aufzulockern kann ich jetzt in jedem Kapitel Tresore und zugehörige Schlüssel suchen, die es in Metro 2033 nicht gab. In den Tresoren befinden sich zur Belohnung dann Munition und Gasmaskenfilter. Beides kann man ja nie genug haben. Die Schlüssel erkennt man übrigens am leuchtend roten Bändchen.

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Das alles lässt in mir den Eindruck zurück, irgendwie doch ein neues Spiel zu spielen.

Ich finde auch, dass das gesamte Gamplay jetzt etwas ausgeglichener ist, was die aktiongeladenen und eher ruhigeren Sequenzen angeht. Bei den Scheißereien wurde der Frustlevel etwas gesenkt und dafür sind andere Passagen nun mit zusätzlichen kleineren Herausforderungen bzw. Gefahren gespickt. Metro 2033 Redux fühlt sich daher für mich jetzt etwas runder als Metro 2033 an.

Mein Fazit bis jetzt

Altes Spiel im neuen Gewand und mit schönen neuen Herausforderungen. Natürlich ist die Story die gleiche und vieles kommt mir bekannt vor, aber dennoch sind die Änderungen so gut gelungen, dass ich streckenweise nicht das Gefühl habe, ein altbekanntes Spiel zu spielen. Es macht Spaß, erneut die etwas andere Umgebung zu erkunden und trotzdem immer wieder etwas Bekanntes zu entdecken. Für Fans dieser Reihe würde ich Metro 2033 Redux auf jeden Fall empfehlen.

So, und jetzt werde ich mal wieder in die U-Bahn-Schächte verschwinden.

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