Das waren noch Zeiten, als ich Adventures zu meinen Lieblings-Videospielen auserkoren hatte. Stundenlang bin ich von da nach dort gelaufen, habe Gegenstände gesammelt, Hebel umgelegt und geschaut was passiert, Rätsel gelöst und stumpfsinnige Aktionen immer und immer wieder durchgeführt.

Da habe ich dann auch Syberia und Syberia II gespielt.

Bildquelle: Syberia Website

Bildquelle: Syberia Website

Die Story

Wir spielen hier Kate Walker, eine Anwältin, die in das beschauliche Städtchen Valadilène kommt um dort den Verkauf einer Spielzeug- und Automatenfabrik abzuwickeln. Leider verstirbt die Besitzerin, bevor der Vertrag unterschrieben ist und Kate macht sich auf, den einzigen Erben, den schrulligen Erfinder Hans Voralberg, zu finden. Dieser hat sich vor einiger Zeit auf die Reise gemacht, um die letzten überlebenden Mammuts zu finden.

Wir besteigen also einen Zug, der immer wieder wie eine Spieluhr aufgezogen werden muss, begleitet von Oscar, einem roboterähnlichen Automaten. Dieser steht uns mit Rat und Tat zur Seite und fungiert nebenbei auch als Zugführer. Auf unserer Reise in den hohen Norden fahren wir dabei immer wieder Bahnhöfe an, in denen der Zug neu aufgezogen werden muss. Hier erleben wir dann unterschiedliche Abenteuer und erledigen Aufgaben, die uns ein Weiterfahren ermöglichen.

Bildquelle: Syberia Website

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Die Story ist also überschaubar einfach, die Rätsel, die zu lösen sind, aber teilweise undurchsichtig und, jedenfalls für mich, nur durch einiges Rumprobieren lösbar.

Wunderschöne Grafik

Ich habe mir die beiden Teile hauptsächlich gekauft, weil mich die Grafik angesprochen hat. Syberia bietet wunderschön ausgearbeitete Umgebungen. Während in Syberia alles etwas steampunkig ausgearbeitet ist und hier viel mit Maschinen oder Automaten gearbeitet wird, bietet Syberia II eher eine Tribal-Atmosphäre, mit viel Holz, Knochen, Fackeln etc.

Bildquelle: Syberia Website

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Jeder der gerne die Myst-Reihe gespielt und hier schon die Grafik bewundert hat, wird auch an diesem Spiel sicher Gefallen finden.

Point-and-Click muss man allerdings mögen

Beide Teile lassen sich mit der Maus spielen und sind klassische Point-and-Click-Adventures. Da gibt es kein freies Rumlaufen, die Wege und Interaktionen sind klar festgelegt. Und das ist mit der Zeit sehr ermüdend, besonders dann, wenn man immer wieder weit durch einen Level laufen müssen um hier mal einen Hebel umzulegen, da mal einen Knopf zu drücken und dort einen Gegenstand zu ergattern. Wenn man dann zum 10ten Mal die gleiche Leiter rauf- und runterklettert, kann das schon ziemlich nerven.

Das war auch der Grund, dass ich Syberia II dann nicht mehr zu Ende gespielt habe.

Mein Resümee

Die Grafik ist es wirklich Wert, dieses Spiel zu spielen. Bei der Story haben sich die Entwickler zwar auch Mühe gegeben, aber durch das ermüdende Hin- und Hergelaufe muss man schon ein gesundes Maß an Geduld mitbringen. Und das hatte ich zum Schluss einfach nicht mehr.

Trotzdem hat das Spiel zwischenzeitlich viel Spaß gemacht und jeder kennt wohl das Gefühl, nach langer Tüftelei, kurz bevor man schon aufgeben will, endlich die Lösung einer Aufgabe gefunden zu haben. So hangelt man sich von Aufgabe zu Aufgabe immer in Erwartung dieses Kicks.

Bildquelle: Syberia Website

Bildquelle: Syberia Website

Syberia III angekündigt

Auf der Gamescon 2013 hat Microïd einen dritten Teil angekündigt, der 2015 kommen soll. Leider gibt es hier aber noch kaum Informationen dazu. Wir dürfen also gespannt sein. Wenn es kein Point-and-Click mehr ist, dann schaue ich mir da vielleicht wieder an.

Mehr Infos zu Syberia gibt’s auf der Syberia Website.

Erstellt für das Blogprojekt 26 Games von arrcade.

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